DAS WEINJAHR 2017

Nach einem sehr warmen Sommer, regenreichen Septemberbeginn aber strahlend schönen Lesetagen zeigt sich das Weinjahr 2017 facettenreich und ausdrucksstark.

Dabei startete das Weinjahr für uns mit schlaflosen Nächten und bangen Blicken auf das Thermometer.
Wir stellten Strohballen bereit und brachten zahlreiche Feuertöpfe aus um die Reben zu schützen – zu
stark waren die Spätfroste des vorangegangenen Jahres in Erinnerung. Umso erfreulicher war es dann
zu sehen, dass die Rebstöcke die kalten Aprilnächte bestens überstanden hatten und das Wachstum der
jungen Triebe im Frühjahr geradezu idealtypisch voranschritt.

Feuertöpfe in den Weingärten schützten die empfindlichen Gelber Muskateller- und Morillon-Rebstöcke
Die vitalen, jungen Triebe am Tag nach dem Frost.

Auf eine tolle Blütephase im Juni folgte ein warmer, trockener Sommer, der nur durch vereinzelte
abendliche Gewitter unterbrochen wurde. Dank guter Humusversorgung und Begrünung waren
unsere Rebstöcke bestens aufgehoben, zusätzlich achteten wir besonders auf exakte händische
Laubarbeit, damit die Trauben das richtige Maß an Sonneneinstrahlung erhielten.

100% händische Laubarbeit in unseren Weingärten sorgt für beste Traubenqualität.
Eine sanfte Entblätterung im Inneren der Rebstöcke sorgt für eine gute Abtrocknung der Trauben nach dem Regen und schützt sie vor der direkten Sonne.

Anfang September zog ein Italientief mit einer tagelang anhaltenden Regenperiode über die
Südsteiermark und brachte eine sprunghafte Entwicklung der Traubenreife. Glücklicherweise
waren die Nächte kühl und förderten die Aromenausprägung der Beeren. Wir starteten bereits
um den 12. September mit den ersten Lesedurchgängen und Ende September und Anfang
Oktober wurden die besten Trauben der Rieden Steinbach, Flamberg und Welles eingebracht.
Ihren Höhepunkt fand die Weinlese Ende Oktober mit der Ernte von hervorragenden Beeren-
und Trockenbeerenauslesen.

Zuckergradmessung einer Sauvignon Blanc Beere.
Katharina bei der Weinlese.

Die biologische Pflege der Rebstöcke, eine sorgsame händische Laubarbeit, moderate Erträge
und die Wahl des perfekten Lesezeitpunkts waren 2017 das Geheimnis für Vielschichtigkeit,
Lebendigkeit und Spannung in unseren Weinen, deren Qualität uns in den nächsten Jahren
noch viel Freude bereiten wird.