Das Weinjahr 2018

Take the risk or lose the chance - für herausragende Weinqualitäten galt es in dem regenreichen, warmen Jahrgang 2018 mit kühlem Kopf, Leidenschaft für Qualität und Handarbeit „all in“ zu gehen...

2018 wird uns in der Südsteiermark als frühes, warmes Weinjahr in Erinnerung bleiben, das uns nach einem regenreichen Sommer und damit verbundener mühevoller Arbeit in den Weingärten schlussendlich mit einem schönen Herbst und hervorragenden Traubenqualitäten belohnte.
Qualitativ schätzen wir den Jahrgang sehr gut ein, bei niedrigen Erntemengen waren Geschmack und Reife der Trauben hervorragend und auch die Säurewerte in einem sehr guten Bereich (dank der zahlreichen Niederschläge). Die Gelben Muskateller und Sauvignon Blancs zeigen sich bereits in dieser frühen Phase sehr vielschichtig, reif und komplex in der Aromatik und die Struktur der Weine ist auch bei den Burgundersorten hervorragend.

Weinlese 2018 - Ende September wurden die Nacht-Temperaturen gefrierend kalt und die Traubenqualitäten perfekt!

Das Jahr 2018 startete früh mit dem Austrieb – schon in den ersten Frühjahrstagen gab es viel Sonne und warme Temperaturen, jedoch gegen Abend beinahe täglich kurze Regengüsse. Das feucht-warme Wetter sollte uns dann auch den ganzen Sommer über begleiten. Was ideale Wachstumsbedingungen für die Reben und die Weingartenbegrünung bot, war leider auch ein Eldorado für den Falschen Mehltaupilz. Die Blüte dauerte, bedingt durch den Regen, bei manchen Sorten und Lagen beinahe vier Wochen, die zahlreichen Niederschläge machten es teils unmöglich steile Weingärten sicher zu befahren. Das stellte uns vor allem im Bioweinbau vor große Herausforderungen und es war schwierig in der Blütephase alle Beeren und Trauben zu erhalten. Wir sind daher – vor allem bei den empfindlicheren Burgundersorten – mit geringeren Erträgen in die Reifephase gestartet, was aber zu einer hohen Konzentration der Inhaltsstoffe in den Trauben führte.

Nach einer regenreichen Phase Anfang September kam es zu einer sprunghaften Entwicklung der Reife und wir starteten um den 10. September mit der Lese. Eine penible Selektion in den Weingärten war Pflicht, auch galt es schlagkräftig zu sein um die Trauben zum richtigen Zeitpunkt zu ernten. Für Top-Qualitäten musste heuer sicherlich ein gewisses Risiko eingegangen werden – eine frühe Lese sicherte Ertragsmengen, jedoch zahlte sich das Zuwarten vor allem dahingehend aus, dass die Aromen-Ausprägung in den kühlen Nächten ab Mitte/Ende September noch pointierter wurde.