Winter im Weingut

Während sich die Weinstöcke in der Winterruhe befinden, haben wir mit dem Rebschnitt begonnen...

Der Rebschnitt verlangt Präzision, denn er bestimmt die Güte der Trauben und die Lebensdauer des Rebstockes. Je nach Wuchskraft werden ein bis zwei Triebe ausgesucht und individuell die Länge bestimmt. Dann wird der Trieb mit der Hand geschnitten und zu einem Bogen gebunden.

Das überzählige Holz des Vorjahres wird mit der Hand aus dem Drahtrahmen gezogen und verbleibt als wichtiger Nährstofflieferant im Weingarten. Im Frühjahr wird es zerkleinert und setzt sich langsam zu wertvollem Dauerhumus um.

Winterarbeit: Rückschnitt des einjährigen und Korrekturen des alten Holzes.
Aus dem Bogen des einjährigen Holzes wachsen im Frühjahr die neuen, jungen Triebe.
Das Weingut Tinnacher im Winter
Das überzählige Holz des Vorjahres wird mit der Hand aus dem Drahtrahmen gezogen und verbleibt als wichtiger Nährstofflieferant im Weingarten.

Auch der Weinkeller befindet sich in Winterruhe. Während ein Teil der Fässer noch gärt, hat der Großteil der Weine des Jahrgangs 2019 die Gärung bereits vollendet und ruht nun auf der Hefe um dort in den nächsten Wochen und Monaten noch vielschichtiger, komplexer und ausgewogener zu werden.

Bereits jetzt zeigt sich, dass die langsame Entwicklung der Trauben während des Jahres bei den aromatischen Rebsorten Gelber Muskateller, Traminer und Sauvignon Blanc besonders vielschichte Geschmacksnuancen hervorgebracht hat. Dank unserer sorgsamen Handarbeit während der Vegetation, Ertragsreduktionen und individueller Handlese werden die Weine auch über großes Entwicklungs- und Reifepotenzial verfügen.

Fasskeller im Weingut, Foto: Bortarsasag