WEINKOLLEKTION & LOB DER KRITIKER


2025
Unsere aktuelle Weinkollektion umfasst die drei Weinjahre 2024, 2023 und 2022. Drei Charakterjahrgänge, geprägt von sehr unterschiedlichen Wetterbedingungen. Sie alle eint jedoch unser Ansatz: Tiefe statt Lautstärke, Eleganz statt Schnörkel und die große Verbundenheit zu unseren Weingärten und Lagen.
2024 brachte uns einen warmen und kräftigen Jahrgang, geprägt von sehr guter Reife, Kraft und Klarheit. Der Gamlitz Sauvignon Blanc 2024 zeigt sich feinfruchtig, würzig und ausdrucksstark. Die Weine vom Eckberg, Weissburgunder und Morillon 2024, präsentieren sich rund und cremig, bleiben dabei aber stets elegant, mit schöner Spannung und guter Länge.
2023 war ein herausforderndes Jahr, das uns nur kleine Mengen, dafür aber konzentrierte Trauben schenkte. Die Lagenweine dieses Jahrgangs zeichnen sich durch Struktur und klare Aromen aus. Die alten Reben und die niedrigen Erträge prägen die Weine mit saftiger Säure und vielschichtigem Ausdruck.
2022 präsentiert sich weiterhin von seiner charmanten Seite: ein warmer, ausgeglichener Jahrgang mit eleganter Frucht, feiner Mineralität und einer natürlichen, unaufgeregten Harmonie.

Zeitlos schön sind die Weine von Katharina Tinnacher. Die steile, dem Wind ausgesetzte Ried Welles hat sich als Paradelage für ausdrucksstarke Weine etabliert. Karges Schotterkonglomerat lässt die Reben hier tief wurzeln. Der Morillon Ried Welles 2022 verbindet großartige Frische mit viel Charakter und bei den Sauvignons strahlen Steinbach und Flamberg um die Wette…
GAULT MILLAU 2025/2026

Was Andere über uns sagen
Wir freuen uns, dass unsere Weine auch in diesem Jahr große Anerkennung erfahren durften:
International zeigt sich, dass steirische Herkunft und feine Handarbeit ihre Wirkung entfalten:
Beim Meininger’s Sommelier Summit 2025 setzte sich unser Ried Welles Sauvignon Blanc 2022 in einer Blindverkostung an erster Stelle gegen Dagueneaus Silex 2022 durch und platzierte sich, gemeinsam mit Tements Zieregg und dem Nussberg der Familie Gross an der Spitze eines hochkarätigen internationalen Feldes.
Falstaff hat uns erneut mit fünf Sternen als eines der besten Weingüter Österreichs ausgezeichnet.
Besonders überrascht hat uns die Auszeichnung der NZZ, die unseren Ried Flamberg Morillon als besten Bio-Chardonnay außerhalb Frankreichs hervorhob. Ebenso freuen wir uns, dass der Ried Welles Morillon 2022 zum Lieblingswein der Gault&Millau-Redaktion gewählt wurde.
Zahlreiche renommierte Weinmedien wie A la Carte, James Suckling, Robert Parker und Jancis Robinson würdigten alle Weine unserer Kollektion durchgehend mit hervorragenden Bewertungen zwischen 93 und 98 Punkten. Das freut uns besonders, denn unser Anspruch ist es, jedes Jahr eine Kollektion zu präsentieren, in der jeder Wein überzeugt.
Diese Anerkennungen bestärken uns darin, unserer Philosophie treu zu bleiben:
Sorgfältige Handarbeit, Erfahrung und Liebe zum Detail bilden das Fundament unserer täglichen Arbeit.
Mit dem Ziel, ausdrucksstarke, charaktervolle und elegante Weine zu machen. Und vor allem mit einem Wunsch: Ihnen, unseren Weinfreunden, Freude und Genuss zu bereiten.

Die Jahrgänge im Detail
2024
2024 zeigte sich in der Südsteiermark von seiner besten Seite: Ein kraftvoller Austrieb und eine gleichmäßige Blüte legten den Grundstein für einen ausdrucksstarken Jahrgang. Der Frühling brachte milde, feuchte Tage, die den Reben einen vitalen Start ermöglichten, während der Sommer von warmen, teils heißen Perioden geprägt war, unterbrochen von wohltuenden Regenschauern, die den Böden den nötigen Ausgleich schenkten.
Handarbeit blieb wie immer das Herzstück unserer Weinbergsarbeit. Jede Lage wurde mehrfach besucht, das Laub sorgfältig geformt, um die Trauben im Schutz der Laubwand zu halten und gleichzeitig ihre Aromatik bestmöglich entfalten zu lassen.
Die warmen Augusttage ließen die Reife ungewöhnlich rasch voranschreiten. Am ersten September, dem frühesten Erntestart unserer Geschichte, begannen wir mit der Lese, um die Trauben mit aromatischer Frische in den Keller zu bringen. In der ersten Woche ernteten wir die physiologisch reifen Weingärten auf den kargen, sandig schottrigen Böden rund um Gamlitz. Nach einer kurzen, regenbedingten Pause folgte Flamberg, wo die Trauben vom Niederschlag und der zusätzlichen Reifezeit profitierten. In nur zehn Erntetagen gelang es uns, alle Trauben in den Keller zu bringen. Ein konzentrierter und intensiver Lesezeitraum, mit dem wir äußerst zufrieden sind. Das Ergebnis ist ein voller, reifer und ausdrucksstarker Jahrgang, der samtige, vielschichtige Weine hervorgebracht hat. Kraftvoll, präzise und zugleich charmant.
2023
Das Weinjahr 2023 brachte uns in Summe eine ungewöhnlich kleine, dafür aber sehr feine Ernte. Nach einem feucht-warmen Frühjahr, forderten uns der regenreiche Sommer. Die tropisch anmutenden Wetterbedingungen ließen die Blätter der Reben enorm rasch wachsen und das Weingartenteam musste Höchstleistungen in der Handarbeit bringen. Während der Blüte kam es aufgrund zahlreicher Regenfälle zu Mengenreduktionen; große Regenmengen führten auch zu Problemen mit der Befahrbarkeit der Weingärten, in der Region kam es zu Hangrutschungen und Überschwemmungen. Erst der warme, trockene August ließ uns aufatmen. Es waren wenige Trauben auf den Reben verblieben, dafür mit fantastischer Konzentration und Geschmack.
Die Ernte begann am 11. September und dauerte bis Mitte Oktober und das schöne Herbstwetter ließ uns jeden Weingarten zum idealen Zeitpunkt ernten.
2022
Der Vegetationsbeginn im Mai 2022 war geprägt von feucht-warmer Witterung, die eine rasche Entwicklung der Reben förderte. Das regenreiche Wetter setzte sich fort und hohe Niederschläge um die Blütezeit Mitte Juni erforderten besonders sorgsame Weingartenpflege und großen Einsatz bei der Laubarbeit. Entspannung brachte dann der Sommer. Im Juli war das Wetter warm und trocken, dank guter Bodenfeuchte konnten die Reben auch die heißen Tage im August gut überstehen. Zahlreiche Regentage Anfang September sorgten dann für eine sprunghafte Traubenreife – vor allem die alten Reben und Weingärten mit geringen Erträgen entwickelten innerhalb weniger Tage eine hohe Aromen- und Zuckerkonzentration in den Beeren. Wir starteten am 9. September mit der Lese und erweiterten das Team auf 60 Mitarbeiter. Es galt das trockene Zeitfenster von zwei Wochen zu nutzen um die gesamte Ernte per Handlese in den Keller zu bringen.
