HERBST IM WEINGUT

2026 hat uns wunderschöne, gesunde Trauben geschenkt. Nach einem heißen Sommer kamen die Niederschläge im August genau zur richtigen Zeit und brachten noch einmal Frische und Saftigkeit. Ende August begann schließlich die Lese – der Moment, auf den wir ein ganzes Jahr hinarbeiten.

Die Weinlese 2026

Ende August haben wir mit der Lese begonnen. Die gesunden Trauben und die gleichmäßige Reife ermöglichten uns eine konzentrierte Ernte und gemeinsam mit unserem 35-köpfigen Team konnten wir in nur 14 Tagen jeden Weingarten zum optimalen Zeitpunkt mit der Hand lesen.

Von den kühlen Lagen am Flamberg über unsere Weingärten in Steinbach und Eckberg bis hinauf nach Welles und Sernau wurde jede Parzelle einzeln geerntet. Dabei entscheidet nicht ein fester Zeitplan, sondern Katharina erntet nach Reife, Geschmack und dem Charakter des jeweiligen Weingartens.

Unsere Trauben werden ausschließlich mit der Hand gelesen. Flora ist jeden Tag in den Weingärten mit dabei und sorgt dafür, dass nur gesunde, optimal reife Trauben in die Lesekisten kommen. Kleine elektrische Raupen bringen die frisch gelesenen Trauben sicher aus unseren steilen Weingärten und dann geht es auf möglichst kurzem Weg direkt ins Weingut.

Im Presshaus und Keller unterstützt uns heuer Helene Rebholz, die aus einer Winzerfamilie in der Pfalz stammt. Sie hat viel Zeit am Sortiertisch verbracht, denn bei uns werden alle Trauben nochmals sorgfältig von Hand selektioniert. Danach geht es direkt zur Presse. Viele unserer Trauben pressen wir im Ganzen. So entstehen feine, klare Moste und wir bewahren die natürliche Säure und Frische der Trauben. Gelber Muskateller und Sauvignon Blanc aus besonders kühlen Lagen behandeln wir etwas anders: Sie dürfen vor dem Pressen für einige Zeit auf der Maische bleiben. Der Kontakt mit den Beerenschalen bringt zusätzliche Aromatik und Struktur.

Bei allen Partien gilt: so schonend wie möglich. Wir möchten bewahren, was über das Jahr im Weingarten entstanden ist: Frische, Präzision und den Charakter jeder einzelnen Herkunft.

Jetzt braucht es Zeit. Während es draußen wieder stiller wird, ist im Weinkeller einiges los. Die Moste gären spontan mit ihren natürlichen Hefen und beginnen langsam, ihren eigenen Charakter zu zeigen. Wir begleiten die Gärungen aufmerksam, greifen aber so wenig wie möglich ein.

In den kommenden Monaten bleiben unsere Weine auf ihrer natürlichen Hefe. Je nach Herkunft und Wein dürfen sie dort unterschiedlich lange reifen. Für uns ist diese Zeit ein wesentlicher Teil ihrer Entwicklung: Die Weine gewinnen an Tiefe und Struktur, ohne ihre Eleganz zu verlieren.

Herbst in der Südsteiermark

Während im Keller der neue Jahrgang entsteht, verändert sich draußen die Landschaft. Die Tage werden kürzer, die Luft klarer und die Weingärten färben sich langsam in ihre Herbsttöne.

Für uns beginnt damit die ruhige Jahreszeit im Weingarten – und gleichzeitig eine besonders schöne Zeit, um uns im Weingut zu besuchen.

Bei einer Verkostung lässt sich jetzt wunderbar entdecken, wie unterschiedlich unsere Weingärten schmecken: vom Sandstein und Mergel rund um Steinbach und Eckberg bis zu den kühlen Kalkböden am Flamberg und dem kargen alpinen Schotter auf Welles.

Und während wir gemeinsam die aktuellen Jahrgänge verkosten, arbeitet der Jahrgang 2026 nur wenige Meter entfernt leise weiter…